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Die Kunst, länger zu leben Drucken E-Mail

"Die Kunst, länger zu leben" bringen die Bestsellerautoren – Ärztin und Professor für Gesundheitswissenschaften – den Lesern in ihrem gleichnamigen Buch (Axt, Axt-Gadermann: Die Kunst, länger zu leben, Herbig Verlag, € 14,90) bei.

Anhand von Erkenntnissen aus der aktuellen Altersforschung haben die beiden Anti-Aging-Experten ein Programm zusammengestellt, mit dem man das Lebensrad zwar nicht anhalten, aber es durchaus langsamer laufen lassen kann. Dabei geben sie zahlreiche, scheinbar ungewöhnliche, aber durchaus wissenschaftlich begründete Ratschläge, wie man dem Alter ein Schnippchen schlagen kann.

Neu dürfte den meisten Lesern sicher sein, dass intensives Sporttreiben kein gutes Mittel ist, um das Leben zu verlängern. Aktuellen Erkenntnissen zufolge kann bereits regelmäßiges flottes Spazieren gehen das Risiko altersbedingter Erkrankungen halbieren – mehr ist auch mit einem Marathonlauf nicht zu erreichen. Ganz im Gegenteil: Wer seinen Körper überlastet, regt die Produktion so genannter "freier Radikale" an. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen beschleunigen nachweislich Alterungsvorgänge an der Haut und in den Organen. Hin und wieder mal faul und müßig zu sein, scheint der Gesundheit und den Abwehrkräften hingegen bestens zu bekommen.

Ungewöhnlich ist auch der Ratschlag, nur dreimal täglich zu essen und nicht, wie derzeit häufig empfohlen, fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Zu häufiges Essen und Naschen bewirkt einen ständig erhöhten Blutzuckerspiegel und dieser wiederum verhindert die Ausschüttung verjüngender Hormone. Ein erstklassiger Jungbrunnen hingegen scheint das Streichen des Abendessens zu sein, denn das regt den Körper zur Produktion der jungerhaltenden Botenstoffe Melatonin und Wachstumshormone an.

Was sicher mancher schon geahnt haben, wird vom Autorenduo mit aktuellen Studien und unterhaltsamen Geschichten belegt: Auch Optimismus, Lebensfreude und Gelassenheit wirken lebensverlängernd. So werden Oskarpreisträger durchschnittlich vier Jahre älter als Schauspieler, die keinen Preis erhalten haben. Eine Befragung von jungen Nonnen, die jetzt erst - 60 Jahre später – ausgewertet wurde, ergab, dass die Ordensschwestern, die in Ihrer Jugend optimistisch waren etwa sieben Jahre länger lebten, als ihre pessimistischen Mitschwestern. Menschen mit einer erhöhten "Bereitschaft zu lachen" haben zudem ein deutlich niedrigeres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Ungewöhnlich ist auch, dass Lakritznaschen die Potenz beeinträchtigen kann, da es den Spiegel männlicher Hormone beeinträchtigt, Bierhopfen hingegen Pflanzenhormone enthält, die den weiblichen Östrogenen ähneln und Handys im Verdacht stehen, die Produktion des verjüngenden Schlafhormons Melatonin zu blockieren. Kennen Sie Ihr biologisches Alter? Wenn nicht, können Sie es mit leicht durchzuführenden, unterhaltsamen Tests, die Sie im Buch "Die Kunst, länger zu leben", Herbig Verlag finden, überprüfen.

 
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