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Wirkt die Geburt einer Tochter lebensverlängernd?

Söhne scheinen das Leben ihrer Mütter um durchschnittlich 34 Wochen zu verkürzen, während sich die Geburt eines Mädchens lebensverlängernd auswirken soll. Zu diesem Ergebnis kamen finnische Forscher anhand der Auswertung der Kirchenregister von 1640 bis 1870.

Sie analysierten dabei die Auswirkungen von Geburten auf die Lebenszeit von Frauen des Volksstammes der Lappen. Der Grund für eine verkürzte Lebenszeit bei Müttern von Söhnen mag darin liegen, dass die Schwangerschaft mit einem männlichen Nachkomme belastender ist. Jungen wachsen im Mutterleib schneller und sind bei der Geburt schwerer als Mädchen. Auch die Testosteroneinwirkung während der Schwangerschaft könnte sich belastend für die Mutter auswirken. Mädchen könnten sich deshalb lebensverlängernd ausgewirkt haben, weil sie die Mutter im schweren Alltag unterstützt haben.
Ob sich diese Effekte auch in der heutigen Gesellschaft bemerkbar machen, ist allerdings unklar.

Beruhigend klingt dagegen die Meldung des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock. Sie prophezeien, dass die Generation der heute 40-jährigen im Durchschnitt hundert Jahre alt wird. Entgegen früherer Annahmen gebe es hinsichtlich der durchschnittlichen Lebenerwartung noch keine Grenze: sie steige in den entwickelten Ländern jedes Jahr um drei Monate.

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