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Auch Männer kommen in die Wechseljahre |
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Auch Männer kommen "in die Wechseljahre". Das geht zwar langsamer vor sich, als bei den Frauen, aber ab dem vierzigsten Lebensjahr nimmt auch bei ihnen der Spiegel der männlichen Hormone (Androgene) ab. Zwischen dem vierten und siebten Lebensjahrzehnt sinkt die Testosteronkonzentration um etwa ein Prozent pro Jahr.
Vor allem der Anteil des freien, d.h. nicht an Protein gebundenen und deshalb aktiven Testosterons geht zurück. Wenn im mittleren Alter verstärkt Beschwerden wie Gereiztheit, Nervosität, Depressionen, Potenzstörungen, Verminderung der Muskelmasse und nachlassen des Gedächtnisses auftreten, sollten sich deshalb auch Männer den Hormonspiegel kontrollieren lassen. Durch eine Testosterongabe, die häufig mittels Hormonpflaster durchgeführt wird, lässt sich bei älteren Männern nachweislich die Muskelkraft steigern und die Fettverteilung positiv beeinflussen. Endokrinologen (Hormonspezialisten) überlegen inzwischen, ob nicht auch Männern in den Wechseljahren die Einnahme von zusätzlichen Hormonen empfohlen werden soll. Doch die Zufuhr männlicher Hormone hat nicht nur Vorteile: Möglicherweise erhöht sich dadurch aber das Risiko, eine schon bestehende gut- oder bösartige Prostataerkrankung zu verschlechtern. Auch der Blutfettspiegel kann ansteigen. Testosteron führt beim Mann zu Haarausfall und Glatzenbildung. Eine Testosterongabe sollte deshalb erst nach gründlicher Untersuchung und bei erniedrigtem Hormonspiegel oder bestehenden "Wechseljahresbeschwerden" durchgeführt werden |