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Wissenschaftler des Karolinska Institutes in Schweden haben erneut Beweise dafür gefunden, dass eine Hormonersatztherapie mit einem erhöhten Eierstockkrebs-Risiko einhergehen kann. Im Daten-Vergleich zwischen 655 Patientinnen mit Eierstockkrebs und 3.899 Frauen ohne Tumor stellten die Forscher fest, dass eine Östrogen-Ersatztherapie das entsprechende Krebsrisiko um 43 Prozent erhöhte.
Bei einer Hormonersatztherapie wird das weibliche Sexualhormon genutzt, um Wechselbeschwerden zu lindern und das Risiko einer Osteoporose bzw. von Herzerkrankungen zu minimieren. Die Hormonersatztherapie, bei der einzig Östrogen verwendet wird, gilt schon seit langem als umstritten und wird mit einem erhöhten Gebärmutterkrebs-Risiko in Verbindung gebracht. Um das Risiko zu senken, kombinierten Ärzte Östrogen mit einem anderen weiblichen Sexualhormon, dem Progesteron. In Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Kombinationstherapie das Risiko sogar um 54 Prozent erhöhte. Dieses Risiko war allerdings nur bei einer phasenhaften Verwendung von Progesteron gegeben. Bei einer täglichen Einnahme der Hormone stellten die Forscher kein erhöhtes Eierstockkrebs-Risiko fest. Insgesamt betrachtet ist laut Studie das Risiko für Frauen, die eine Hormonersatztherapie in Anspruch nehmen, dennoch gering. Nur eine von 100 Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren entwickle einen Eierstocktumor, unabhängig davon, ob eine Hormonersatztherapie erfolge. Daher empfehlen die Autoren nicht, eine laufende, verordnete Therapie abzubrechen. Es müsste eine Balance zwischen Risiko und Vorteil gefunden werden. Die Ergebnisse wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht. (Quelle Pressetext Deutschland) |