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Herzschrittmacher stören Sportuhren |
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fzm - Immer mehr Menschen tragen beim Freizeitsport eine Sportuhr. Dabei misst ein Brustgurt die Herzfrequenz und funkt die Rate an die Armbanduhr. So werden Jogger oder Radfahrer rechtzeitig vor einer Überforderung gewarnt. Sportuhren sind deshalb für Menschen mit einem Herzschrittmacher besonders zu empfehlen, denn auch ihnen raten die Ärzte grundsätzlich zum Sport.
Eine Studie in der DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) zeigt jedoch, dass bestimmte Herzschrittmacher zu Fehlmessungen der Sportuhren führen. Die Impulse des Herzschrittmachers können nach Auskunft von Michael Südkamp von der Universität Köln zu Doppelzählungen führen. Dies könne bereits in Ruhe geschehen, unter einer Belastung erhöhe sich die Fehlerrate deutlich, schreibt der Herzspezialist. Betroffen sind nur bestimmte, sogenannte unipolare Herzschrittmacher. Bei diesen Geräten dient das Schrittmachergehäuse als einer von beiden Polen, zwischen denen der elektrische Impuls fließt, mit denen der Schrittmacher den Herzschlag steuert. Dagegen traten mit einem moderneren bipolaren Herzschrittmacher keine Fehler auf. Bei diesen Geräten befinden sich beide Pole im Abstand von 1 cm im vorderen Abschnitt der Sonde im Herzinneren. "Unsere Ergebnisse sollten in der Planung einer Schrittmachertherapie berücksichtigt werden", fordert Südkamp: "Patienten, die ein Ausdauertraining durchführen wollen, sollten besser mit einem bipolaren Gerät versorgt werden."
Quelle: M. Südkamp et al.: Messen tragbare Herzfrequenz-Messgeräte (Sportuhren) bei Schrittmacherpatienten zuverlässig? Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (21): 1307-1310 |