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Sonnenlicht
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Sonnenschutzmittel ermöglichen einen längeren Aufenthalt in der Sonne ohne Sonnenbrand. In den heutigen Sonnenschutzmitteln befindet sich meist eine Kombination von Wirkstoffen, die ultraviolette (UV-) Strahlung vom Typ UV-A als auch vom Typ UV-B absorbieren.

Der kombinierte Schutz ist sinnvoll, damit nicht nur Sonnenbrand und Zellschäden, sondern auch die vorzeitige Hautalterung verhindert werden kann. Dabei werden chemische und/oder physikalische Filter eingesetzt.

Chemische Filter (z.B. Oxybenzon) schützen die Haut indem sie die UV-Strahlung absorbieren. Da sie gelegentlich Allergien auslösen können, sind sie für Personen mit Allergieneigung nicht zu empfehlen. Physikalische Filter (z.B. Titanoxid, Zinkoxid) reflektieren das UV-Licht. Sie lösen in der Regel keine Allergien aus und werden heutzutage vor allem für Kinder empfohlen.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Dder Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF (sun protection factor)) gibt an, wie viel mal länger als ohne Schutz man sich nach Anwendung des Lichtschutzmittels unbeschadet in der Sonne aufhalten kann. Zum Beispiel : wer es ohne Sonnenschutz zehn Minuten in der Sonne aushält, kann mit einem Lichtschutzmittel Faktor 12 zwei Stunden in der Sonne bleiben. Diese Zeit sollte man allerdings nie ganz ausreizen, Dermatologen raten, die Schutzzeit nur zu 60% auszunutzen. Experten stellen fest, daß Lichtschutz-Werte über 30 weder notwendig noch exakt bestimmbar sind und den Konsumenten verführen, sich noch länger der Sonne auszusetzen.

Seit einigen Jahren gibt es für die Messung des UVB-Lichtschutzfaktors eine einheitliche europäische Methode, die "COLIPA".

Zur Messung des UVA-Schutzes gibt es bisher verschiedene Methoden:

UVA-Schutz nach australischen Standard bedeutet, dass in Laborversuchen 90% der UV-Strahlung abgehalten wurden. Bei den Messmethoden PPD und IPD wurde der UV-Schutz auf menschlicher Haut bestimmt. Wenn Sie den richtigen UVA-Schutz für Sie wissen möchten, wenden Sie sich am besten an Ihren Hautarzt oder Apotheker.

Wann nehme ich Öl, Gel, Creme oder Milch?

Öle haben den besonderen Vorteil, dass sie wasserbeständig und hautfreundlich sind. Allerdings kann durch die ölschicht der Wärmeaustausch behindert werden und durch Schwitzen der ölfilm reißen, wodurch kein vollständiger Schutz mehr gewährleistet ist. Da meist nur ein niedriger Lichtschutzfaktor erreicht werden kann, ist Sonnenöl für Hauttypen I und II nicht geeignet.

Gele auf Wasser- oder Fettbasis sind empfehlenswert bei Akne bzw. Mallorca-Akne. Sie sind abriebbeständig und wasserfest, sollten zur Sicherheit jedoch nach dem Schwimmen oder Abtrocknen wieder aufgetragen werden. Sie sind bei allen Hauttypen anwendbar.

Öl-in-Wasser-(ö/W) oder Wasser in Öl- (W/ö)-Emulsionen, das heißt Milch oder Creme, sind heute mit allen derzeit verfügbaren Lichtschutzfaktoren und nach Belieben auch wasserfest erhältlich. Für trockene Haut empfiehlt sich die fetthaltigere Cremeform.

Salben, Pasten oder Lippenstifte mit reflektierenden Filtern werden als Sunblocker für besonders empfindliche Hautpartien wie Lippen, Nase und Augenlider verwendet.

Richtige Anwendung von Sonnenschutzmitteln
  • Tragen Sie Sonnencremes eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf
  • Sparen Sie nicht beim Auftragen des Sonnenschutzmittels! Bei zu sparsamer Anwendung ist keine ausreichende Wirkung gegeben.
  • Achten Sie bei Aufenthalt im Wasser auf wasserfeste Produkte. Wiederholen Sie das Auftragen nach dem Abtrocknen.
  • Sonnenschutzmittel mit einem LSF über 30 machen keinen Sinn; sie belasten die Haut unnötig mit chemischen Filtern und verführen zu ausgedehnten Sonnenbädern.
  • Benutzen Sie einen höheren Lichtschutz (z.B. Sunblocker) für die Partien, die besonders stark der Sonnen ausgesetzt sind: Lippen, Nase, Ohren und Glatze.
  • Verwenden Sie auch im Schatten ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Mehrfaches Auftragen des Sonnenschutzes verlängert die Schutzzeit nicht!
 
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