Haut & Haare
Vorsicht - erhöhte Lichtempfindlichkeit
Die Lichtempfindlichkeit eines Menschen wird nicht nur durch seinen Hauttyp bestimmt. Inzwischen sind zahlreiche Faktoren bekannt, die zu einer erhöhten Lichtsensibilität (Photosensibilisierung) führen können. Ausgelöst werden kann eine starke Lichtempfindlichkeit durch Medikamente, Kosmetikinhaltsstoffe, Nahrungsmittel, Berufs- und Umweltstoffe. Fast jeder Mensch ist dem einen oder anderen lichtsensibilisierenden Stoff gelegentlich oder auch häufiger ausgesetzt. Die Auswirkungen einer Photosensibilisierung können von einer leichten Rötung über einen ausgedehnten, blasigen Sonnenbrand bis hin zu lebensbedrohlichen Verbrennungen oder einem allergischen Schock reichen.
Werden die Auslösefaktoren der Lichtempfindlichkeit beseitigt, d.h. bestimmte Kosmetika nicht mehr verwendet, Nahrungsmittel gemieden oder Medikamente abgesetzt, klinget die erhöhte Lichtempfindlichkeit innerhalb von Wochen bis Monaten ab. Allerdings ist häufig noch für einige Zeit eine vermehrte Braunfärbung (Hyperpigmentierung) der betroffenen Haut sichtbar.
Medikamente
Zahlreiche Arzneimittel können photoallergische und phototoxische Reaktionen auslösen. Sie gehören vor allem zur Gruppe der Antibiotika (Medikamente gegen Infekte), Antidepressiva (Medikamente gegen Depressionen), Antidiabetika (Medikamente gegen Zuckerkrankheit), Antihistaminika (Medikamente gegen Allergien) Antihypertensiva (Medikamente gegen hohen Blutdruck), Kontrazeptiva (Antibabypille), Zystostatika (Zellwachstumshemmende Mittel, z.B. gegen Tumore), Diuretika (Entwässerungsmittel) nichtsteroidalen Antirheumatika (Entzündungshemmende Mittel), Psychopharmaka (Medikamente zur Behandlung psychischer Störungen).
Da Lichtsensibilisierungen durch Arzneimittel insgesamt zunehmen, sollten Sie allen Kunden, die Medikamente einnehmen, empfehlen, sich den Beipackzettel genau anzusehen und zu überprüfen, ob eine "Photosensibilisierung" als Nebenwirkung aufgeführt ist.
Nahrungsmittel
Auch einige Nahrungsmittel stehen in Verdacht, die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen. Tritt plötzlich eine ungewöhnliche Reaktion auf die Bestrahlung auf, lohnt sich auch ein Blick auf den Speiseplan. Doch nicht nur "künstliche" Nahrungszusatzstoffe, sondern auch viele Früchte und Gewürze können – wenn sie im Übermaß genossen werden, die Haut empfindlicher machen. Gelegentlicher Verzehr verursacht jedoch meist keine Beschwerden. Allerdings kann auch der Hautkontakt, zum Beispiel beim Zubereiten der Speisen zu einer örtlich begrenzten Lichtempfindlichkeit führen. Durch gründliches Händewaschen lassen sich in diesen Fällen allerdings die verantwortlichen Substanzen abwaschen.
Nahrungsmittel, die nach Genuss oder Hautkontakt die Lichtempfindlichkeit erhöhen können:
- Zitrusfrüchte
- Feigen
- Sellerie
- Fenchel
- Kümmel
- Kerbel
- Koriander
- Petersilie
- Süßstoffe (Cyclamate, Sodium Cyclohexyl-Sulfamate)
Sonnenschutzmittel
Den wenigsten ist bekannt, dass selbst Sonnenschutzmittel Inhaltsstoffe enthalten, welche die Lichtempfindlichkeit in einigen Fällen erhöhen können. Dennoch sind hier die Auswirkungen meist nicht so stark, da die UV-Dosis durch die im Produkt enthaltenen Sonnenschutzfaktoren reduziert wird.
Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmitteln, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen können:
- 6-Acetoxy-2, 4-dimethyl-m-dioxane (Konservierungsmittel in Sonnenschutzmitteln)
- Benzophenone
- Cinnamate
- Oxybenzon
- Paba ester
- Para-aminobenzoic acid
Quelle: http://www.solarium-baumann.ch/
Pflanzen
Bestimmte Wiesenpflanzen enthalten Stoffe, die die Haut lichtempfindlicher machen und unter dem Einfluss von UV-Licht zu streifigen Pigmentierungen führen können.
Ein typisches Beispiel ist die Wisengräserdermatitis. Diese Tritt nach dem Kontakt der nassen oder verschwitzten Haut mit bestimmten Gräsern auf. Einige Stunden nach der Lichtbestrahlung treten an den Kontaktstellen Rötungen mit Brennen, Blasenbildung und Juckreiz auf. Später verfärben sich diese Areale, die oft die streifige Form des Pflanzenabdrucks haben, bräunlich. Die Verfärbung kann Monate und Jahre bestehen bleiben. Verursacht wird diese Reaktionen durch bestimmte Substanzen der Pflanzen wie Psoralene (Furocumarine), welche lichtempfindlicher machen, indem sie die Wirkung von Sonnenlicht auf die Haut verstärken. Zu diesen Pflanzen gehören einige Gräser und Kräuter wie Riesenbärenklau (Herkulesstaude), Petersilie, Engelwurz, Sellerie, Schierlingskraut, Scharfgarbe, wilde Möhre. Aber auch Zitronen und Feigen enthalten lichtsensibilisierende Substanzen.
Auch von Johanniskraut, einem pflanzlichen Mittel, das zur Behandlung leichter Depressionen eingesetzt wird, ist bekannt, dass es vor allem Hellhäutige noch lichtempfindlicher macht.
Kosmetika
Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit sowie die Neigung zu Pigmentflecken kann auch durch Parfüms und Kosmetikprodukte ausgelöst werden. Auch wenn es bekannt sein dürfte, sei hier nochmals darauf hingewiesen werden, dass vor jedem Sonnenbad bzw. Solariumsbesuch Make up, einschließlich Lidschatten und Lippenstift entfernt werden sollte. Sehr viele dieser Produkte enthalten Substanzen, die zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen.
Auch vaselinehaltige Hautcremes oder duftstoffhaltige Pflegeprodukte können zusammen mit Sonnenlicht zu Hautproblemen führen. Vor allem Parfüms, die ätherische Öle wie Bergamotte-, Lavendel-, Limette-, Sandelholz-, Moschus-, Zitronen-, Rosmarin- und Zedernöl enthalten, können Überempfindlichkeitsreaktionen auf Sonnenlicht hervorrufen. Sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können zusammen mit Sonnenbestrahlung zu einer schmutzig braunen, fleckigen Verfärbung führen, die teilweise jahrelang bestehen bleibt. Vor dem Sonnenbad sollten deshalb Kosmetika und Parfüms mit ätherischen Ölen (typischer Vertreter: 4711 Kölnisch Wasser) gemieden werden. Beachten Sie die Deklaration auf der Rückseite der Kosmetik-Produkte!
Folgende Inhaltsstoffe können – müssen aber nicht – die Lichtempfindlichkeit erhöhen:
- Acridin
- Anthracen
- Cadmiumsulfid
- Eosin (in Lippenstiften)
- Erythrosin
- Fluorescin
- Methylen Blau, Violett, Orange und Rot
- Neutral Rot
- Rose Bengal
- Toluidin Blau
- Trypaflavin
- Trypan Blau
Quelle: http://www.solarium-baumann.ch/
Planen Sie ein Anti-Aging-Event oder ein Gesundheits-Seminar und möchten nicht nur einen starken optischen Eindruck hinterlassen, sondern auch mit Inhalten glänzen?
Please wait...