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Großflächige Narben sind nicht nur ästhetisch störend, sondern Sie können so straff werden, dass sie zu deutlichen Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen führen. Vor allem nach Verbrennungen sind die Patienten durch die Hautwucherungen oft stark beeinträchtigt.
Eine neue Behandlungsstrategie verspricht hier Hoffnung. Im Labor der Berliner Charité werden aus kleinen Hautstücken große gezüchtet. Dem Laborarzt Andreas Kage und der Chirurg Albrecht Bettermann von der Klinik für Kinderchirurgie, Charité Berlin ist es vor drei Jahren erstmals gelungen, im Labor gezüchtete, körpereigene Zellen zu verpflanzen. Aus einem etwa zwei Quadratzentimeter großem Hautstück bildet sich innerhalb von vier bis sechs Wochen im Labor eine hundert Quadratzentimeter große Zellschicht. Dem Patienten kann dann ein gleich großes Stück störende Narbenhaut entnommen und durch die neuen Hautzellen ersetzt werden. Nach einigen Wochen wird die nächste Zellschicht darüber gepflanzt, bis das neue Gewebe die Höhe der angrenzenden Haut erreicht hat. Die neue Haut ist glatt, weich und fettet selbständig. |