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Schon Kleopatra rubbelte ihre königliche Haut mit Nilsand porentief rein. Ihre Bäder in Stutenmilch werden auch heute noch als exquisites Schönheitsprogramm angeboten. Die Haut mechanisch oder chemisch zu reinigen und zu straffen, ist also ein "alter Hut".
In der Neuerscheinung "Peelings" (Hippokrates Verlag, Stuttgart. 1999: ausführliche Infos bitte hier klicken) zeigt Barbara Wilhelmi allen Kosmetikerinnen, Dermatologen und an einer modernen Faltenbehandlung interessierten Laien neue Wege der Hautverjüngung auf. Hautverjüngung durch Tiefenschälkur mit KräuternWir bleiben nicht ewig jung, dafür aber immer länger. Um dem Wunschbild jungendlicher, fester, glatter, makelloser und geschmeidiger Haut zu entsprechen, liefern sich viele Frauen immer noch dem Messer des Schönheitschirurgen aus. Aber nicht "große Faceliftings unter Vollnarkose" seien künftig gefragt, erläutert die Autorin, sondern das Zusammenspiel von Dermatologen, Kosmetikerinnen und plastischen Chirurgen. Vor allem die Kosmetikerinnen können für eine intensive Vor- und Nachbehandlung der geschädigten Haut beitragen. So kann beispielsweise eine Kräutertiefenschälkur vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken. Ein Mix aus verschiedenen Pflanzen und kräutereigenen Mikroteilchen bewirken dabei eine stärkere Durchblutung der Haut, eine flächenhafte Ablösung der Hornschicht und neue Zellteilungen. Die Folge ist eine Aktivierung des Hautstoffwechsels und eine Entschlackung der Hautschichten. Die Epidermis kann sich wieder regenerieren und tiefe Faltenfurchen werden glatter. Anwendungsgebiete der Kräutertiefenschälkur- Acne vulgaris und andere Akneformen
seborrhoische und schlecht durchblutete, fahle, großporige Haut zu Unreinheiten, Mitessern (Komedonen) und Talgzystenbildung neigende Haut Narben (verursacht durch Akne, Unfälle, Verbrennungen u.a.) zu vorzeitiger Faltenbildung neigende Haut mit erschlafften Gesichtskonturen durch Sonne geschädigte Haut Alterserscheinungen der Hände (erschlaffte, faltige Haut, Altersflecken) einige Formen von Pigmentflecken (Hyperpigmentierung) Cellulite und Dehnungsstreifen erschlaffende Bauchdecke, Oberarme und Oberschenkel Straffung der Haut nach chirugischer Fettabsaugung
Fruchtsäure hilft gegen AkneAuch junge Menschen mit schwerer Akne dürfen bei einer Behandlung mit Peelings oder einer Schälkur beispielsweise mit Fruchtsäureextrakten auf rasche Linderung ihres Hautproblems hoffen. Bereits die Hofdamen des Mittelalters rieben ihr Gesicht mit Rotwein ab. Die im Wein enthaltene Säure sollte die Haut glätten. Bei einer Behandlung mit Fruchtsäure wird nicht im eigentlichen Sinne "gepeelt", es findet vielmehr eine Erneuerung der Zellen aus der Tiefe statt. Fruchsäureprodukte können also das Problem "unreine Haut" an der Wurzel packen. Sie "zielen auf die Ursache der Entstehung von Hautunreinheiten", nämlich auf die "verklumpten Hornzellen, die den Talgfluß unterbinden", erklärt Wilhelmi. Geschichte der Fruchtsäure in der Kosmetik1. Phase: Kleopatra badete in Eselsmilch (Milchsäure) zur Verschönerung. 2. Phase: Die Römerinnen verwendeten Wein (Weinsäure) zur Verjüngung. 3. Phase: Ab 1960 Erforschung der Alpha-Hydroxy-Säuren durch Dr. E.van Scott und Dr. R. Yu. 4. Phase: 1992 wurde das erste Produkt mit niedrigprozentigen Alpha-Hydroxy-Säuren lanciert. 5. Phase: 1993 setzte man Fruchtsäuren in verschiedenen Grundlagen ein. 6. Phase: Seit 1994 gibt es Alpha-Hydroxy-Säure- Produkte für Gesicht, Hände, Füße, Körper und Haare. 7. Phase: Seit 1995 werden Alpha-Hydroxy-Säuren in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt Die Peeling-Art muß dem Hautbild entsprechenUm die Entscheidung zur besten Peelingmethode zu erleichtern, führt Barbara Wilhelmi neben den Inhaltsstoffen und der Wirkung der einzelnen Peelings auch den korrekten Behandlungsablauf vor. Erst nach einer ausführlichen Beurteilung des aktuellen Hautbefundes der Kundin kann die Kosmetikerin mit der Behandlung beginnen. Wichtig sei vor allem eine sachgemäße Ausführung der Peeling-Massage. Dauer und Druckstärke sollten sich daher immer nach der Dicke der Haut, der Hautbeschaffenheit und der Größe der zu behandelnden Hautflächen richten. |