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Tee schützt vor Karies und verzögert die Alterung Drucken E-Mail

© karin Schumann / PixelioObwohl Tee weltweit nach Wasser am häufigsten getrunken wird, sind die Deutschen, verglichen mit ihrem Kaffeekonsum, wahre Teemuffel. Nur 220 Gramm brüht sich durchschnittlich jeder von uns im Jahr auf. Allerdings bestehen regionale Unterschiede. So ist in Ostfriesland mit 2,4 kg pro Kopf der Teeverbrauch zehnmal höher als im Bundesdurchschnitt.

Dabei ist Tee wahrscheinlich das gesündeste Getränk der Welt. Ob grün oder schwarz bevorzugt wird, ist reine Geschmackssache. Beide besitzen unzählige gesundheitsfördernde Eigenschaften - so das Ergebnis zahlreicher Studien, die von Dr. Eberhard Scholz, Institut für pharmazeutische Biologie an der Universität Freiburg und Dr. Barbara Bertram, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg ausgewertet und verglichen wurden.
  
Im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses stehen vor allem die Polyphenole, die in allen Teesorten, wenn auch in unterschiedlicher Konzentration, vorkommen. Polyphenole gehören, ebenso wie einige Vitamine, Spurenelemente und Enzyme zu den Antioxidantien, einer Wirkstoffgruppe, die den Körper vor freien Radikalen schützt. Die Freien Radikale sind sehr reaktionsfreudige Verbindungen, welche zu Zellschäden führen können und auch bei der Krebsentstehung, Alterung und Arterienverkalkung eine wichtige Rolle spielen. Zahlreiche Untersuchungen haben inzwischen die vor Krebs schützende Wirkung der Tee-Phenole bewiesen.

Erhielten Versuchstiere krebserregende Substanzen zusammen mit Tee-Extrakten verabreicht, entwickelten sich deutlich weniger bösartige Tumore als bei den Tieren, die nicht durch Tee-Wirkstoffe geschützt waren. Vor allem Lungen-, Haut-, Darm, Brust- und Leberkrebs traten seltener auf. Untersuchungen bei teetrinkenden Völkern bestätigen die im Tierversuch gewonnenen Ergebnisse. Japanische und chinesische Wissenschaftler haben wiederholt festgestellt, dass in Gegenden, in denen sehr viel grüner Tee konsumiert wird, Hautkrebs viel seltener auftritt als in Regionen mit niedrigem Teeverbrauch, aber vergleichbarer Sonneneinstrahlung. Auch Magentumore wurden seltener diagnostiziert.

Häufiger Teekonsum hat aber noch weitere positive Effekte. So bewahrt regelmäßiger Teegenuss offensichtlich vor Herzinfarkt und Schlaganfall. In einer fünfjährigen holländischen Studie an über 800 Männern zwischen 65 und 84 Jahren konnte durch regelmäßigen Tee-Konsum das Herzinfarktrisiko um 57% gesenkt werden. Auch Blutdruck und Cholesterinspiegel werden günstig beeinflusst, wenn bevorzugt Tee getrunken wird.

Kommt auch im Urlaub regelmäßig Tee in die Tasse, sinkt das Risiko, dass die schönste Zeit des Jahres "Montezumas Rache" zum Opfer fällt. Vor allem im schwarzen Tee wurden Wirkstoffe nachgewiesen, die Erreger von Magen-Darm-Infekten töten und so vor Reisedurchfällen schützen. Sogar das Gift des Choleraerregers wird durch Tee-Extrakte unschädlich gemacht.

Auch wenn schwarzer Tee gelegentlich zu bräunlichen Zahnbelägen führen kann, so schützt er doch vor dauerhaften Zahnschäden durch Karies. Grund dafür ist der hohe Fluorgehalt, durch den die Zahnsubstanz gekräftigt wird.

Mehr zum Thema:
Deutscher Teeverband e.V.
Gotenstraße 21, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 - 0
Fax: 040/ 23 60 16 - 10
http://www.teeverband.de/

 
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