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Wer Olivenöl regelmäßig in der Küche verwenden möchte, sollte einige Tipps beachten. Es gibt 3 Güteklassen von Olivenöl: Natives Olivenöl extra, Natives Olivenöl, Olivenöl .
Alle Güteklassen eignen sich:- zum Marinieren von Fleisch und Fisch, die anschließend gebraten oder gegrillt werden. Das Olivenöl kann mit verschiedenen frischen und getrockneten Kräutern gewürzt werden. - Zum schonenden Braten und Grillen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse - zum Schmoren von Fleisch und Gemüse - zum Dünsten von Fleisch, Fisch und Gemüse - Für die Zubereitung von Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse im Wok - zum Frittieren von Lebensmitteln bei Temperaturen von 180° - 190° Celsius - zum Kochen von hausgemachten frischen Teigwaren (1-2 Esslöffel dem Kochwasser hinzugefügt verhindern das Zusammenkleben der feuchten Pasta) Natives Olivenöl extra ist für die Zubereitung aller Speisen am besten geeignet, weil es den edelsten Geschmack hat. Dieser tritt besonders gut in der kalten Küche hervor, z.B. beim - Anmachen von allen Arten von Salaten und Rohkostgerichten - Zubereiten von rohen Fleisch- und Fischgerichten in dünnen Scheiben, z.B. Carpaccio - Geschmacklichen Abrunden von gekochter Pasta und von allen Sorten von Gemüsesuppen und Eintopfgerichten nach dem Kochen (in der Küche oder am Tisch kaltes würziges Olivenöl nach Belieben auf die Speise geben) - Verfeinern von gegrilltem oder gekochtem Meeresfisch nach dem Garen (nach Belieben würziges Olivenöl auf den tranchierten Fisch träufeln) - Schmoren von edlen Gemüsen - Einlegen von Gemüse, Pilzen und Frischkäsen (vor allem Ziegen- und Schafskäse) Die Güteklasse "Olivenöl" - praktisch immer äußerst mild im Geschmack - setzt man am besten ein- Zum Kochen und Braten, da diese Güteklasse stärker erhitzbar ist (bis 210°C) und beim Erhitzen die Dämpfe nicht so intensiv nach Olive riechen. - Für alle genannten Gerichte, falls der typische Olivengeschmack in der Küche noch nicht so akzeptiert ist, aber auf die gesundheitlichen Werte des öls nicht verzichtet werden soll Tipps für den Einsatz in der warmen KücheGaren mit Olivenöl - Tupfen Sie Fleisch, Fisch, Geflügel und Gemüse vor dem Braten mit Küchenkrepp trocken, damit das öl nicht spritzt das gilt nicht für Paniertes) - Salzen Sie Fleisch grundsätzlich nach dem Braten. Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit, das heißt, es wird trocken. - Erhitzen Sie das Öl erst, bevor Sie das Bratgut in die Pfanne geben, so werden die Poren schnell geschlossen, es bleibt saftig und klebt nicht am Pfannenboden. Die Hitze, die dafür notwendig ist, liegt bei 170 - 180°C. - Geben Sie während des Bratens kein kaltes öl dazu, das senkt sofort die Temperatur, der Bratvorgang wird unterbrochen und das Bratgut verliert Saft. Schmoren in Olivenölen
- Auch hier wird das Fleisch in heißem öl zuerst angebraten. Die Röststoffe, die dabei entstehen, ermöglichen es Ihnen, eine schmackhafte braune Sauce herzustellen. - Nach dem Anbraten geben Sie Gemüse, etwas Wein, Wasser oder Brühe dazu und garen das Bratgut im geschlossenen Topf weiter. Dabei herrscht eine Temperatur von etwa 100°C. - Beim Anbraten in Olivenöl bildet sich eine braune Kruste; diese Röststoffe ermöglichen dann die Herstellung einer schmackhaften Sauce. - Alle Nährstoffe von Olivenöl, außer den wasserlöslichen Vitaminen, bleiben beim Schmoren weitgehend erhalten. - Der Garprozess "Schmoren" kombiniert die Vorzüge von Olivenöl, Flüssigkeit und Dampf. Schmoren ist besonders geeignet für preiswerte Fleischstücke, Gulasch oder Rouladen. Frittieren in Olivenöl
- Kleine Fleisch- oder Fischstücke, paniertes Gemüse, Pommes Frites oder Teig werden bei einer Temperatur von 170° - 200° Celsius ausgebacken. Zur Temperaturfeststellung: Tauchen Sie den Stiel eines Holzlöffels ins öl: Bilden sich Bläschen, ist es heiß genug. - Das Frittiergut vor dem Frittieren sorgfältig abtrocknen. - Das Frittiergut muss schwimmend und in kleinen Mengen ausgebacken werden, sonst wird es nicht gleichmäßig goldgelb braun. - Das Olivenöl sollte immer die im Rezept angegebene Temperatur erreicht haben. Sautieren in Olivenöl
- In mittelheißem Olivenöl werden dünn geschnittene Pilze, Leber, Fleisch- oder Fischfilets sanft gegart. - Sautiertes wird erst nach dem Garen gewürzt. Für die genannten Anwendungen kann auch die Qualität "Olivenöl" verwendet werden, falls kein Natives Olivenöl extra zur Hand oder dieses für den Einsatz zu würzig erscheint. Praktische Tipps für mehr Freude an Olivenöl- Für gesundheitsbewusste Feinschmecker: Olivenöl hat 9 kcal. pro Gramm und enthält neben seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (bis zu 80%) praktisch kein Cholesterin, dafür aber 12 mg des wichtigen Vitamin E pro 100 Gramm. - Olivenöle - richtig gelagert (siehe nächsten Absatz) sind mindestens 18 Monate haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett gibt genaue Auskunft. - Olivenöle sollten immer dunkel und bei Temperaturen zwischen 10° - 16° Celsius gelagert werden. Angebrochene Flaschen immer wieder gut verschließen. - Aufgrund seiner natürlichen Antioxydantien sind Olivenöle hitzestabiler als die meisten anderen öle. - Wer Olivenöl in den Kühlschrank stellt wird beobachten, dass es flockig wird. Das verursacht zwar keinen Qualitätsverlust, aber Sie sollten es erst bei Zimmertemperatur wieder klar werden lassen, bevor Sie es verwenden. - Zum Würzen, Marinieren und in Salatsaucen sollten Olivenöle beim Verwenden immer Zimmertemperatur haben, da es sich dann am schnellsten mit den anderen Zutaten verbindet. - Olivenöl kann während des Erhitzens mit Knoblauch, getrockneten Peperoni, Kräutern oder Lorbeer gewürzt werden. Bevor man das Fleisch oder Gemüse hinzugibt, die Gewürze entfernen. - Olivenöle (gilt auch für andere Öle) niemals so heiß werden lassen, dass es raucht. Es schadet der Gesundheit, es kann sich entzünden und es gibt allen Speisen einen bitteren Geschmack. - Beim Erwärmen/Erhitzen von nativen Olivenölen entsteht natürlicher Dampf, in dem sich die natürlichen Geschmacksstoffe, je nach Intensität der Fruchtigkeit, noch intensiver entfalten. Wer einen zu starken Olivenölgeruch in der Küche vermeiden will, wählt ein mild-fruchtiges Olivenöl - Beginnt das Olivenöl beim Erhitzen zu rauchen, die Temperatur sofort herunterdrehen, gegebenenfalls den Topf kurz von der Platte nehmen. Da der Rauchentwicklungspunkt bei Olivenöl niedriger ist als bei den meisten anderen ölen, sollte die Temperatur schnell niedrig geschaltet werden. - Prinzipiell gilt: Öl niemals im geschlossenen Topf erhitzen, es könnte sich dabei entzünden. - Olivenöl ist sehr ergiebig, z.B. sollte Salat nicht in Olivenöl schwimmen. Geben Sie grundsätzlich nur soviel Olivenöl dazu, wie es Ihrem Geschmack entspricht. Durch bewusstes Umgehen mit Öl und Fett kann man viele Kalorien sparen. |