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Clever essen - den Geist füttern

Vor einem anspruchsvollen Seminar oder einer wichtigen Besprechung sollten Sie Ihr Gehirn mit einem guten Frühstück auf Hochtouren bringen, denn von der ersten Mahlzeit am Morgen hängt die Leistungsfähigkeit während des ganzen Tages ab. Wissenschaftler konnten in mehreren Untersuchungen nachweisen, dass Testpersonen, die auf das Frühstück verzichten mussten, sich schlechter konzentrieren konnten und in Prüfungen mehr Fehler machten als die Teilnehmer, die bereits gefrühstückt hatten.

Am Morgen sind nämlich die Kohlenhydratspeicher - die Energielieferanten unseres Gehirns - fast völlig entleert. Mit dem Frühstück füllen wir die Batterien wieder auf und stellen den grauen Zellen ausreichend „Treibstoff“ in Form von Zucker (Glukose) zur Verfügung. Wichtig für einen langen Arbeitstag sind vor allem die so genannten komplexen Kohlenhydrate, die in Vollkornbrot, zuckerfreien Müslimischungen, Nüssen und Obst enthalten sind.

Kaffee und Tee bringen die grauen Zellen auf Trab

Die ideale Ergänzung zum „Brain-Frühstück" sind Kaffee oder grüner bzw. schwarzer Tee. Der Koffein-Kick bringt unsere grauen Zellen tatsächlich besonders gut auf Trab. Bereits eine Tasse steigert nachweislich Kreativität, Konzentration, Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen. Die Wirkung beginnt nach etwa 20 Minuten und dauert mehrere Stunden an. Tee hat eine etwas mildere Wirkung, dafür hält der Wachmachereffekt aber länger. Eine Brise Zucker beschleunigt und verstärkt die Koffeinwirkung im Gehirn, zuviel Süßes macht jedoch nach kurzer Zeit schläfrig. Interessant ist, dass sich die anregende und leistungsfördernde Wirkung durch eine zweite Tasse kaum steigern lässt. Deshalb sollten Sie lieber nach dem Mittagsessen und evtl. am Nachmittag noch mal eine kleine Tasse Wachmacher einplanen.

Mit "Studentenfutter" zu geistigen Höhenflügen

Nüsse sind hervorragende Begleiter für einen arbeitsreichen Vormittag, denn sie enthalten große Mengen Cholin und Vitamin B 1 (Thiamin). Cholin ist ein wichtiger Baustein für den Nervenbotenstoff Acetylcholin, Vitamin B 1 ist für die Energieversorgung des Gehirns unerlässlich. Beide „Gedächtnisstoffe“ verbessern die Konzentration und sind nötig, um sich neu erworbene Informationen zu merken und später wieder abzurufen.

Mittags was Leichtes gegen den Leistungsknick

Die meisten Menschen haben am frühen Nachmittag ein Leistungstief. Eine leichte Mahlzeit schützt vor der bleiernen Müdigkeit nach dem Essen. Fisch, mageres Fleisch, Reis, Nudeln, Salat oder Obst sind deshalb ideal für den Lunch an einem langen Seminar- oder Arbeitstag. Panierte Schnitzel, Bratkartoffeln oder Pommes mit Mayo hingegen blockieren Geist und Körper für Stunden.

Schokolade lockt Glückshormone

Nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch unsere Stimmung lässt sich mit Hilfe der Ernährung beeinflussen. Für gute Laune, Zufriedenheit und Glücksgefühle sorgen vor allem Bananen und (dunkel) Schokolade (mindestens 70% Kakaoanteil). Beide enthalten große Mengen des Stimmungsaufhellers Serotonin. Die Mischung aus Kohlenhydraten (Banane) und Koffein (dunkel Schokolade) wirkt sich gleichzeitig günstig auf das Konzentrationsvermögen aus.

Honigmilch für guten Schlaf

Nach einem erfolgreichen, interessanten und anstrengenden Arbeitstag findet man abends nicht immer die nötige Ruhe für den erholsamen Schlaf. Der Klassiker „heiße Milch mit Honig" kann den Gehirnstoffwechsel auf Entspannung programmieren: Der Eiweißbaustein „Tryptophan" aus der Milch ist notwendig, um im Gehirn das Schlafhormon „Melatonin" zu bilden. Doch nur durch den im Honig enthaltenen Zucker gelangt der Eiweißbaustein ins Gehirn und kann so den Zeitraum zwischen dem zu Bett gehen und dem Einschlafen verkürzen.

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