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Bergkäse schützt vor Herzinfarkt |
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Bergkäse enthält deutlich mehr herzschützende Fettsäuren, als Milch und Käse von Tieren, die im Stall gehalten werden. Schweizer Mediziner analysierten zusammen mit einem Nutztierwissenschaftler den gehalt an Alpha-linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure mit nachweislich herzschützender Wirkung. Besonders hoch war die Konzentration in Milchprodukten von Kühen, die auf den Almwisen grasen und sich von wildwachsendem Gras und Kräutern ernährten.
So steckten in 100 g Gstaader Alpkäse 495 mg Alpha-Linolensäure (ALA). Der gleiche Käse brachte es in den Wintermonaten, wenn die Rinder im Stall mit Heu und Kraftfutter ernährt wurden, nur auf 305 mg ALA pro 100 g. Cheddar schnitt im Käsevergleich mit 114 mg/100 g am schlechtesten an. Der tägliche pro-Kopf-Käseverzehr liegt in der Schweiz bei 55g - das macht bei einem Umstieg von Cheddar auf Bergkäse 210 mg mehr Alpha-Linolensäure in der Tagesbilanz aus. Auf Grundlag eder Daten der Nurse Health Study errechneten die schweizer Mediziner, dass ein "Umstieg" von Cheddar auf Bergkäse das Risiko für einen Herzinfarkt umd 15 bis 20 Prozent senken kann. Wir essen, was unsere Tiere "fressen"Nicht nur die menschlichen Ernährungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Auch die moderne Fütterung der Nutztiere wirkt sich negativ auf unsere Versorgung mit wichtigen Fettsäuren aus. Früher enthielt das Fleisch der meisten Tiere wenig Omega-6-Fettsäuren und oft reichlich Omega-3-Fettsäuren wie zum Beispiel Alpha-Linolensäure. Doch da sich unsere Nutztiere ihr Futter nicht mehr selber suchen und überwiegend mit Omega-6-Fettsäure-haltigem Getreide und Kraftfutter versorgt werden, ist der Anteil der wertvollen Fettsäuren im Fleisch der Stalltiere und in deren Milch stark gesunken. Zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Schweizer Mediziner ist auch der bayerische Agrarwissenschaftler Daniel Weiß von der Universität Weihenstephan in einer Studie zum Omega-3-Fettsäuregehalt von Milch und Käse gekommen. Das Ergebnis: Bergkäse von Kühen, die den ganzen Sommer auf der Alm grasen dürfen, enthält seinen Untersuchungen nach doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren wie Käse von Stalltieren. Doch auch Käse und Milch von „Flachlandkühen" könnte mehr Omega-3-Fette enthalten, wenn die Tiere öfters auf der Weide grasen dürften. Ein günstiges Fettsäureverhältnis mit wenig Omega-6-Fettsäuren (Arachidonsäure) und mehr Omega-3-Fettsäure (ALA) weisen aus diesem Grund auch Wildtiere (Reh, Hisch, Wildschwein) auf. Selbst beim Fisch lässt sich der Einfluss des Futters auf die spätere Nährstoffzusammensetzung nachweisen: So weist Wildlachs einen deutlich höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren auf als die in Fischfarmen gezüchteten Lachsarten Quellen: Axt-Gadermann, M, Axt P: Skin Food. Herbig Verlag 2006 Hasuwirth C B et al., Therapeutische Umschau 2005; 62:619-624 |