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Schokolade - gesunde Sünde
Schokolade ist keine Sünde - die braune Nascherei ist Gesundheit pur und wirkt manchmal wie ein Medikament. Koffein und Theobromin verbessern die Konzentration, wirken anregend und belebend. Gerbstoffe und pflanzlichen Inhaltsstoffe (Polyphenole) sind nicht nur für den bitteren Geschmack der dunklen Schokolade verantwortlich, sondern sie schützen den Körper vor so genannten Freien Radikalen. Diese aggressiven Stoffe entstehen täglich in großer Menge im Körper und werden für die Entstehung von Herzinfarkt, Krebserkrankungen und Gefäßverkalkung mitverantwortlich gemacht. Schweizer Forscher konnten jetzt nachweisen, dass die Polyphenole aus der Schokolade im Magen nicht abgebaut werden, sondern ins Blut gelangen, wo sie ihre schützende und verjüngende Wirkung entfalten können. B-Vitamine, die allerdings weniger als 1% ausmachen, unterstützen die Nervenfunktion.
Um von der Heilkraft der Schokolade profitieren zu können, sollte sie aber wohldosiert wie ein Medikament und nicht wie ein Nahrungsmittel genossen werden, denn neben den schützenden Inhaltsstoffen enthält sie auch eine nicht unerhebliche Menge Fett. Je dunkler die Schokolade ist, desto höher ist übrigens der Anteil an schützenden Gerbstoffen und Polyphenolen. Japanische Forscher setzen jetzt sogar noch eins drauf: Schokolade wirkt auch bakterizid, d.h. sie tötet Bakterien ab und schützt vor Zahnbelägen. Doch Schokolade macht nicht nur gesund, sondern beflügelt uns auch, denn sie enthält sehr viel Phenylethylamin (PEA). Dieser Stoff wird auch von unserem Organismus ausgeschüttet, wenn wir glücklich oder frisch verliebt sind. Phenylethylamin (PEA) unterstützt die Ausschüttung des Gehirnbotenstoffs Dopamin, welcher Glücksgefühle auslösen kann und sorgt dafür, dass wir wie auf Wolken gehen.
In psychischen Notsituationen ist Schokolade deshalb Sonne für die Seele - im wahrsten Sinne des Wortes: In dunklen Herbst- und Wintermonaten können Schokolade und andere Süßigkeiten auch die Produktion von Serotonin, einem körpereigenen Stoff, der uns zufrieden und ausgeglichen macht, anregen. Im Sommer wird der Serotoninspiegel durch Sonnenlicht und Bewegung auf ein hohes Level gebracht. Weihnachten mit den vollen Plätzchentellern und Schokoladennikoläusen fällt nicht ohne Grund in die dunkelsten Wintertage. Allerdings fürchten viele Schokaholics und Vollmilch-Nuß-Junkies nicht ganz zu unrecht angesichts ihrer Schokoladensucht um die Figur.
Doch es gibt auch gute Nachrichten für alle, die es süß mögen. In einer Untersuchung zu Hunger und Sättigungsmechanismen fand der Amerikaner Friedman heraus, dass naschen zur rechten Zeit sogar schlank machen kann. Fünf bis dreißig Minuten vor einer Mahlzeit gegessen heben Schoko und Co. den Blutzuckerspiegel an. Das signalisiert dem Gehirn "Sättigung" noch bevor wir richtig mit der Mahlzeit anfangen. Die insgesamt aufgenommen Kalorien sind dann deutlich niedriger, als ohne den süßen "preload".
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