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Kaffee macht schlau, schnell und schlank Drucken E-Mail

(c) Aroka / PixelioEine heiße Tasse duftenden Kaffees gehört für viele zu den kleinen Genüssen im Alltag, auf die wir nicht verzichten möchten. Immerhin verbraucht jeder Deutsche fast 7 Kilo Kaffee pro Jahr. Das entspricht 1400 Tassen jährlich bzw. 3 - 4 Tassen Filterkaffee, Mokka, Espresso oder Capucchino pro Tag. Doch in den 80er Jahren kam Kaffee plötzlich in Verruf.

Der Deutschen liebstes Getränk wurde verdächtigt, für einen Anstieg der Blutfettwerte verantwortlich zu sein und dadurch Herzerkrankungen und Gefäßverkalkungen zu begünstigen. Ausgelöst wurde die Diskussion durch die norwegische Tromsö-Herzstudie. Nicht beachtet wurde aber, dass die Norweger selten den Kaffee filtern, sondern das Kaffeepulver wie zu Großmutters Zeiten mit kochendem Wasser überbrühen. Ausschließlich dieser ungefilterte Kaffee führt zu einer Erhöhung der Blutfettwerte. Dieser Verdacht ist aber inzwischen aus dem Weg geräumt.

In der Framingham-Studie, einer der ersten großen Studie mit über 6000 Teilnehmern, die Zusammenhänge zwischen Herzerkrankungen und Lebensgewohnheiten aufdeckte, konnte kein Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und Herzerkrankungen nachgewiesen werden. Auch die Entstehung von Krebs scheint durch Kaffee nicht beeinflusst zu werden. Drei bis vier Tassen Kaffee täglich sind aus medizinischer Sicht nicht nur völlig ungefährlich, sondern sogar gesund. Immerhin ist der bekannteste Inhaltsstoff des Kaffees, das Koffein, einer der wissenschaftlich am besten untersuchten Lebensmittelinhaltsstoffe. Das Fazit aus hunderten von Studien: Kaffee macht kreativer, intelligenter und ausdauernder, erleichtert die Gewichtsabnahme bei Diäten und schärft sogar die Sinnesorgane. Schon 1912 gab es die erste Studie, die eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit nach Kaffeegenuss feststellte.

Auch aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen das: Eine ganze Reihe von Tests am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge/USA zeigte, dass schon geringe Mengen Kaffee Hörvermögen und Sehfähigkeit verbessern.
1993 konnte in einer Untersuchung mit 9000 Beteiligten gezeigt werden, dass Kaffeetrinker, verglichen mit Personen, die andere Getränke bevorzugen, eine bessere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit besitzen. Etwa 30 Minuten nach dem Kaffeegenuss erreicht das Koffein schon seine maximale anregende Wirkung, nach 3 bis 6 Stunden ist die Hälfte wieder abgebaut. Selbst nach jahrelangem Kaffeegenuss ist nicht mit einer Abschwächung der Wirkung im Sinne einer Gewöhnung zu rechnen. Selbst Personen, die seit Jahren täglich Kaffee trinken, so der Schweizer Mediziner Prof. Dr. Bättig, werden noch von jeder Tasse positiv beeinflusst.

Nur bei Rauchern lässt die Wirkung deutlich schneller nach - möglicherweise sind deshalb die meisten starken Raucher auch exzessive Kaffeetrinker. Die morgendliche Tasse vertreibt zudem Angstgefühle und Depressionen und ist deshalb der ideale Start in den Tag. Ursache der stimmungsverbessernden Wirkung ist der Anstieg des Serotoningehalts im Gehirn nach einer Tasse Kaffee. Serotonin ist ein körpereigenes Hormon, das für Wohlbefinden und gute Laune verantwortlich ist. Sinkt der Spiegel ab, werden wir zunehmend depressiver.

In den frühen Morgenstunden erreicht der Serotoninspiegel seinen Tiefstpunkt. - kein Wunder, dass 90% der Kaffeekonsumenten am Morgen das erste Tässchen trinken. Kaffee ist nicht nur kalorienfrei, sondern fördert zudem noch den Fettabbau. Das macht ihn zum idealen Getränk während oder nach einer Diät. Koffein regt den Stoffwechsel an und hat einen sogenannten "thermogenen Effekt", d.h. es fördert die Freisetzung von Wärme und Energie aus den körpereigenen Fettspeichern. Bereits eine Tasse Kaffee täglich kann den Energieverbrauch erhöhen und so beim Abnehmen oder Halten des Gewichts helfen.

Doch auch Sportler profitieren von den Energiereserven, die durch Kaffee freigesetzt werden. Ebenfalls nützlich für Sportler sind die "wachmachende" Wirkung und Stimulierung der Atmung durch die Kaffeeinhaltsstoffe. Nicht umsonst steht Koffein auf der Dopingliste. Untersuchungen an Radrennfahrern, Marathon- und Skilangläufern zeigen, dass Koffein tatsächlich die Ausdauer verbessert. Doch durch den Genuss einer Tasse wird noch kein Sportler vom Wettkampf ausgeschlossen. Dazu müssen im Urin Koffeinwerte nachgewiesen werden, die erst nach 5 bis 6 Tassen erreicht werden.

Mehr zum Thema:

Deutscher Kaffee-Verband e.V. Pickhuben 3 20457 Hamburg Tel: 040 / 36 62 56 Fax 040 / 36 54 14
http://www.kaffeeverband.de/

 
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