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Forscher untersuchten zehn gesunden Männern vor und nach einem 100 km Marathon und bestimmten neben Stresshormonen und Milchsäure (Laktat) auch Marker, die auf eine Schädigung des Herzens hinweisen. Unter anderem bestimmten sie so genannte »Nekrosefaktoren« (kardiales Troponin T) und verschiedene Marker, die auf für Störungen der Herzfunktion hinweisen (u.a. natriuretische Peptide).
Alle Werte waren nach dem Lauf deutlich erhöht, am stärksten aber war der Anstieg der Marker für Herzschäden. Diese weisen darauf hin, dass während der Belastung unbemerkt Herzmuskelzellen beschädigt und zerstört worden sind und es dadurch zu einer vorübergehenden Funktionsstörung der Herzkammer gekommen war. Das zeigt erneut, dass Extrembelastungen selbst für gesunde Herzen keinesfalls harmlos sind (Haruo Ohaba et al. 2001). Ob diese »kleinen« Herzschäden langfristig zu einem Herzinfarkt oder Herztod führen können, kann vorerst noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Der Humanbiologe Arnold Koller vom Institut für Sport– und Kreislaufmedizin an der Uni–Klinik Innsbruck schließt aber einen Zusammenhang nicht aus. (Koller, A 2001) Quellen: Haruo, O. et al. American Heart Journal, 141751–758, 2001 Koller, A.: Unsichtbare Herzschäden durch Extremsport. In: Österreichische Apothekerzeitung, in: http://www.oeaz.at/3aktuell/2001/15/info/info15_2001tiro.html |