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Ehepaare teilen sich auch die Krankheiten

London - Verheiratete Paare teilen nicht nur den Haushalt miteinander, sondern auch die gleichen Krankheiten, berichtet BBC-online. Das gilt nicht nur für Infektionskrankheiten, sondern auch für Bluthochdruck, Asthma und Depressionen.

An 8.000 untersuchten Paaren im Alter von 30 bis 74 Jahren haben Forscher der University of Nottingham täuschend ähnliche Krankheitsbilder festgestellt. Ausgangspunkt für die breitangelegte Studie waren Ergebnisse aus einer Klinik, die Bluthochdruck-Patienten behandelte. Dort waren immer häufiger Ehepaare aufgetaucht, die an den gleichen Symptomen litten. Die Forscher haben daraufhin auch bei anderen Krankheiten nach Zusammenhängen gesucht. Bei Asthmatikern kamen die Forscher zu ähnlichen Ergebnissen, ebenso bei Patienten, die unter Depressionen, Magengeschwüren und erhöhten Cholesterinwerten litten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die gleiche Umwelt mit den gleichen schädigenden Faktoren und den gleichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu den ähnlichen Gesundheitsbildern führen. "Die Ergebnisse der Untersuchungen legen auch nahe, dass neben den genetischen Gegebenheiten auch Umweltfaktoren eine große Rolle bei der Entstehung verschiedener Erkrankungen spielen", so die Forschungsleiterin Julia Hippisley-Cox.

"Die Studienergebnisse werden auch einen Einfluss auf die zukünftige Gesundheitspolitik haben", so Hippisley-Cox. "Wenn jemand an hohem Blutdruck oder erhöhten Cholesterinwerten leidet, wird in Zukunft auch gleich der Ehepartner untersucht", erklärt die Forscherin. Die Forschungsergebnisse werden auch von Belinda Linden, Direktorin der British Heart Foundation, positiv kommentiert. "Die Ergebnisse stellen einen engen Bezug zwischen den Krankheitsbildern und den tatsächlichen Lebensumständen her. Bei der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen ist das besonders wichtig, denn nur eine Änderung der Lebensumstände wie Ernährungsumstellung, gemeinsames Nichtrauchen und gemeinsame Spaziergänge können zu einem befriedigeren Ergebnis führen", erklärt die Medizinerin.


Quelle: pte online

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