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Age-Management statt Frührente |
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fzm - Das Durchschnittsalter deutscher Arbeitnehmer steigt stetig an, während der Anteil an Nachwuchskräften sinkt. Im Jahr 2005 sind erstmals mehr über 50-Jährige als unter 30-Jährige beschäftigt, so das Statistische Bundesamt. In den letzten Jahren haben viele Firmen versucht durch Frühberentung ihr Personal zu "verjüngen".
Diese Maßnahme hat sich jedoch nicht bewährt. "Um die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern, sind die Qualifikation und Erfahrung aller Altersgruppen erforderlich", so Dr. Jens Finnern, Referatsleiter Gesundheitsmanagement, der Techniker Krankenkasse (TK). In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Bewegungstherapie und Gesundheitssport" (Hippokrates Verlag, Stuttgart, 2005) stellt er "Age-Management" als notwendige Maßnahme für die Zukunft vor, um die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation älterer Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Die Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen ist jedoch ein komplexer Vorgang. Konkreten Maßnahmen sollte daher eine Analyse zur Alterstruktur und zum Belastungsempfinden der Mitarbeiter vorausgehen. Im Anschluss daran können Arbeitsmethoden sowie Arbeitsbedingungen besser an die Leistungsvoraussetzungen und das Lernverhalten der älteren Arbeitnehmer angepasst werden. Ansatzpunkte können zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungen sein. Erfahrungen aus Betriebsprojekten zeigen, dass die Handlungsfelder Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung, Qualifikation und lebensbegleitendes Lernen sowie das Betriebsklima von zentraler Bedeutung sind. Dr. Jens Finnern und Inga Margraf: Age-Management im Kontext des betrieblichen Gesundheitsmanagements der TK Bewegungstherapie und Gesundheitssport 1/2005: 22-25 |