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Spannungskopfschmerzen - wenn der Stress zuschlägt Drucken E-Mail

Spannungskopfschmerzen beginnen oft im Nacken oder an der Stirn und breiten sich dann über den ganzen Schädel aus. Ohne Behandlung können die Schmerzen zwischen 30 Minuten und einer Woche anhalten. Da die Schmerzen zwar lästig sind, insgesamt aber nur eine leichte bis mäßige Intensität erreichen, kann die tägliche Arbeit – wenn auch mit Einschränkungen – meist verrichtet werden

Hilfe vom Experten

Bei Verspannungen im Hals- und Nackenbereich, die bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen auffallend häufig zu finden sind, ist der Orthopäde oder Physiotherapeut der richtige Ansprechpartner. Haltungskorrektur und Krankengymnastik tragen entscheidend zur Linderung bei. Akupunktur, auf die sehr viele Kopfschmerzpatienten vertrauen, hat sich in neueren Studien bei Spannungskopfschmerzen allerdings als unwirksam erwiesen. Neu und vielversprechend hingegen ist die Behandlung mit „Botulinumtoxin" (Botox, Dysport), dessen günstige Wirkung auf Kopfschmerzen eher durch Zufall entdeckt wurde. Bis dahin wurde das stark verdünnte vor allem zur Behandlung von Stirn- und anderem Mimikfalten eingesetzt. Schon bald berichteten zahlreiche „entfaltete" Patienten, dass nach der Behandlung auch die Kopfschmerzattacken monatelang ausblieben. Seit etwa einem Jahr wird das Toxin nun auch zunehmend zur Kopfschmerztherapie eingesetzt. „Bereits eine einmalige Behandlung kann die Symptome oft befriedigend lindern," erklärt der in München niedergelassene Neurologe und Schmerztherapeut Dr. Martin Gessler auf einer Veranstaltung des „Club of Pain" in Taufkirchen. Das Nervengift wird dabei vor allem in die Kopf- und Halsmuskulatur injiziert, die Wirkung hält etwa sechs Monate an. Derzeit wird in Studien untersucht, warum Botulinumtoxin bei Spannungskopfschmerzen und manchmal auch bei Migräne diese hervorragende Wirkung zeigt. Gessler betont allerdings, dass der relativ teure Wirkstoff bisher noch nicht zur Kopfschmerztherapie zugelassen ist. Patienten müssen die Therapie deshalb aus eigener Tasche bezahlen.

Was löst die Spannungskopfschmerzen aus?

Spannungskopfschmerzen sind die häufigsten Kopfschmerzen überhaupt. Schätzungsweise leiden in Deutschland fast 30 Millionen Menschen gelegentlich oder regelmäßig darunter. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Meist macht sich der Spannungskopfschmerz nur an wenigen Tagen im Monat bemerkbar. Allerdings haben rund drei Prozent der Bundesbürger (rund 2 Millionen Menschen) chronische Spannungskopfschmerzen. Sie leiden durchschnittlich jeden zweiten Tag unter den Beschwerden. Bei manchen treten die Kopfschmerzen sogar täglich auf.
Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Spannungskopfschmerzen scheint der Nervenbotenstoff Serotonin zu spielen, der an der Reizübertragung beteiligt ist und die Weiterleitung der Schmerzinformationen im Gehirn steuert. Solange die Serotoninspeicher im Gehirn gut gefüllt sind, ist das Scherzempfinden normal. Ungewöhnliche Belastungen können zu einem vorübergehenden Verbrauch des Botenstoffs führen. Dadurch sinkt vermutlich die Schmerzschwelle im Gehirns, die Empfindlichkeit wird gesteigert und schon der kleinste Reiz wird als Schmerz spürbar. Durch den Serotoninmangel gelangen Schmerzreize ungebremst ins Gehirn und können dort die unangenehmen Kopfschmerzen verursachen. Verschiedene Faktoren können den Serotoninhaushalt stören und zu einem hohen Serotoninverbrauch führen:

  • Hoher Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Bewegungsmangel
  • Dauerstress im Beruf oder Privatleben
  • Angstgefühle, Depressionen
  • Ungünstige Körperhaltung beim Sitzen oder Schlafen
  • Arbeiten bei schlechtem Licht
  • Fehlstellung der Kiefergelenke
  • Schlafmangel
Selbsthilfe

Um die Beschwerden dauerhaft zu bessern, ist oft eine Änderung der Lebensführung notwendig. Vor allem Ruhe, Entspannungstraining und Ausdauersport lassen die Kopfschmerzen manchmal nach wenigen Wochen sogar von selbst verschwinden.
Im Akutfall hilft auch ein einfaches Hausmittel: Pfefferminzöl, das bei den ersten Anzeichen auf Stirn und Nacken aufgetragen wird, hat sich in Studien als wirksame Maßnahme gegen Spannungskopfschmerzen erwiesen.
Auch ein Magnesiummangel kann Schuld an den Spannungskopfschmerzen sein. Eine magnesiumarme Kost, also zu wenig Vollkornprodukte, Nüsse und grünes Gemüse ist weit verbreitet.Wer entsprechend vorbeugen möchte, sollte zusätzlich sinnvoll dosierte Präparate wie z.B. Magnesium-Diasporal 300 aus der Apotheke einnehmen. Es enthält das besonders gut verträgliche organische Magnesiumcitrat, das rasch vom Körper aufgenommen wird. Magnesium dämpft die Freisetzung von Stresshormonen und unterstützt so zusätzlich die Muskelentspannung. Der tägliche Magnesiumbedarf eines Erwachsenen liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung bei 300 bis 350 mg. Zur Vorbeugung von Verspannungs-Kopfschmerzen bis hin zu Migräne kann daher die regelmäßige Einnahme von 300 bis 600 mg pro Tag des Mineralstoffes empfehlenswert sein. Den Magnesium-Ratgeber gibt es kostenlos unter Tel.: 089-996553-555 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 
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