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Dies ist leider nicht wahr: In den Industrieländern sterben heute mehr Menschen an den Folgen von Bluthochdruck als an Krebs. „Der leise Tod" verursacht jahrelang keine Beschwerden – bis lebenswichtige Organe wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen geschädigt wurden. Denn Bluthochdruck ist ein wichtiger Faktor für die Entstehung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und kann Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenversagen zur Folge haben. Eine Behandlung, die den Blutdruck senkt, ist daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um das Risiko von Folgeschäden deutlich zu verringern.
"Schlaganfälle bekommen nur alte Menschen"Falsch! Die Wahrscheinlichkeit steigt zwar mit zunehmendem Lebensalter deutlich an, aber auch jüngere Menschen und Kinder können betroffen sein. Etwa 15 Prozent der Schlaganfallpatienten sind jünger als 45 Jahre. Das Problem: Über die Hälfte der Schlaganfallpatienten wissen nicht, dass sie zuvor unter hohem Blutdruck gelitten haben. Frühzeitige Vorsorge ist deshalb wichtig. Schon ab dem 35. Lebensjahr ist es ratsam, regelmäßig alle zwei Jahre zum Arzt zu gehen. Schwerpunkt der Vorsorgeuntersuchung ist die Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen, Fettstoffwechselstörung sowie Zuckerkrankheit. "Blutdruckmedikamente machen impotent"Stimmt zum Teil: Blutdrucksenkende Medikamente, besonders Diuretika oder Betablocker, können die Potenz des Mannes beeinträchtigen oder gar zu Impotenz führen. Andere Patienten berichten unter ihrer Hochdruckbehandlung über ständigen Hustenreiz, Kopfschmerzen, Schwindel oder anhaltende Müdigkeit. Diese Folgen müssen nicht sein. Das Medikament Lorzaar (Wirkstoff: Losartan, MSD) ist in der Lage, den hohen Blutdruck zu senken und ist dabei sehr gut verträglich. Nebenwirkungen treten dabei in etwa so selten auf wie bei der Gabe eines Placebos. "Hoher Blutdruck ist reine Vererbungssache"Das ist nicht richtig: Die genetische Veranlagung kann zwar bei Bluthochdruckpatienten eine Rolle spielen, äußere Faktoren wie Übergewicht, erhöhter Alkoholkonsum, übermäßiger Kochsalzverbrauch, Bewegungsmangel und schädlicher Stress können den Bluthochdruck jedoch häufig verstärken. "Schlaganfall - wie ein Blitz aus heiterem Himmel"Ein Irrtum, wie wir heute wissen. Schlaganfallpatienten berichten in rund 40 Prozent der Fälle, dass sie im Vorfeld ihres Schlaganfalls Veränderungen an ihrem Körper festgestellt haben. Vorübergehende Lähmungen, plötzliche Schwäche oder Taubheit einer Körperhälfte sollten aufhorchen lassen. Aber auch kurzes Erblinden oder Sehstörungen auf einem Auge können Vorboten eines drohenden Schlaganfalls sein. Weitere Symptome können heftige Kopfschmerzen und kurzzeitige Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen sein. Wer auf diese Warnsignale sofort reagiert, kann möglicherweise einen Schlaganfall verhindern oder zumindest dessen Folgen begrenzen. Hierzu ist die Senkung des Blutdrucks auf Werte unter 140/90 mmHg einer der wichtigsten Faktoren. "Im Alter ist hoher Blutdruck harmlos"Das stimmt nicht. Früher lautete für Menschen ab 65 Jahre die Faustregel: Wenn das tatsächliche Lebensalter plus 100 dem oberen (systolischen) Blutdruckwert entspricht, galt das als gesundheitlich unbedenklich. Heute dagegen liegt der Zielwert auch für ältere Menschen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei weniger als 140/90 mmHg. Denn abhängig von der Ausprägung des Bluthochdrucks erhöht sich das Schlaganfall-Risiko um den Faktor vier bis sechs. Daher sollte auch im Alter Bluthochdruck unbedingt ärztlich behandelt werden. Alle Medikamente gegen Bluthochdruck sind gleichDem ist nicht so: In Deutschland gibt es fünf Medikamentengruppen, die primär zur Bluthochdrucktherapie empfohlen werden. Die jüngste Gruppe sind die so genannten Sartane. Bezüglich der Blutdrucksenkung und der Sicherheit sind die Wirkstoffklassen ähnlich. Dennoch gibt es Unterschiede. Für den Wirkstoff Losartan, das erste in Deutschland zugelassene Sartan, konnte die aktuelle LIFE-Studie (Losartan Intervention For Endpoint Reduction In Hypertension) bei Hochdruckpatienten mit einer Vergrößerung des linken Herzmuskels neben der blutdrucksenkenden Wirkung auch eine Verringerung des Schlaganfallrisikos um 25 Prozent gegenüber einem gängigen Betablocker zeigen. Ein Viertel der Schlaganfälle konnte somit verhindert werden. Dieses Ergebnis macht deutlich: Es ist nicht nur entscheidend, dass der Blutdruck gesenkt wird, sondern vor allem wie und womit. |