|
Stanford, Kalifornien - Ein gesunder Nachtschlaf soll gegen Krebs helfen. Dies hat das Gesundheitsportal HealthDayNews unter Berufung auf eine Studie des Stanford University Medical Center berichtet. Die Studie soll in der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift "Brain, Behavior, and Immunity" erscheinen und den Einfluss des Zyklus von Wachen und Schlafen auf Krebserkrankungen erläutern.
Bekannt ist, dass psychosoziale Faktoren menschliche Verhaltensweisen wie Essen oder Schlafen beeinflussen. Unregelmäßiger Schlaf kann jedoch sogar das Hormon-Gleichgewicht im Körper verändern. Während des Nachtschlafes werden bestimmte Mengen der Hormone Melatonin und Cortisol ausgeschüttet. Unregelmäßiges Schlafen stört diese Hormonproduktion. Es wird beispielsweise weniger Melatonin ausgeschüttet, was das Risiko krebserregender Mutationen in den Zellen erhöht, denn dieses Hormon beseitigt normalerweise die freien Radikalen im Körper. Die Produktion von Cortisol wird gleichfalls beeinträchtigt. Am Morgen erreicht dieses Hormon bei regelmäßigem Schlaf seine höchste Konzentration und nimmt dann tagsüber kontinuierlich ab. Cortisol trägt zur Regulation des Immunsystems bei und steuert jene "Killerzellen", die gegen Krebs wirken. Schlafmangel verringert damit die Fähigkeit des Körpers, Tumorzellen zu bekämpfen.
Quelle: pte online |