Home Anti-Aging News Was Kinder schlau und glücklich macht

bleibjung Newsletter



Testen Sie Ihre Geistige Fitness

 
Anti-Aging News
Was Kinder schlau und glücklich macht Drucken E-Mail

 

In Anbetracht der knappen Freizeit vieler Schulkinder suchen immer mehr Eltern nach Möglichkeiten, den Schulerfolg der Kinder zu beeinflussen, ohne durch Büffeln und Nachhilfeunterricht den Kindern noch mehr unverplante Zeit zu nehmen. Tatsächlich kann der Lebensstil eine ganze Menge zum Gelingen der Schulzeit beitragen. Der neue Ratgeber „Was Kinder schlau und glücklich macht“ erklärt, was Experten über die Zusammenhänge zwischen Sport, Ernährung, Trinken, Musik, Schlafen, Medienkonsum und den Schulnoten herausgefunden haben:

 

 

• warum Kinder, die balancieren können, auch besser rechnen,
• welches Frühstück den Schulerfolg fördert,
• weshalb Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, besser lernen,
• warum Fisch klüger macht,
• welche Musik die Intelligenz beeinflusst,
• wie  man den Schlaf nutzen kann, um sich Lernstoff einzuprägen,
• welche Mikronährstoffe das Lernen unterstützen und
• was Kaugummi kauen und Grapefruitduft  mit Konzentration zu tun hat.


Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier:

Was Kinder schlau und glücklich macht



Leseprobe 1

Aufs Einrad statt zur Nachhilfe

Die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe gut konzentrieren zu können, hängt eng mit der motorischen Geschicklichkeit zusammen, die bei allen sportlichen Aktivitäten vermittelt wird. Wer körperlich geschickter ist, dem fällt das Lernen, Verstehen und Anwenden des Schulstoffs leichter. In der CHILT-Studie (= Children’s Health InterventionaL Trial) schnitten die Kinder mit guten koordinativen Fähigkeit im Konzentrationstest am besten ab. Wissenschaftler der Universität Potsdam haben herausgefunden, dass elfjährige Schüler, die besonders gut auf einem Bein stehen konnten, im Durchschnitt deutlich bessere Noten hatten als ihre Klassenkameraden, die nur wenige Sekunden das Gleichgewicht hielten.
Ein trainierter Gleichgewichtssinn und eine gute Körperbeherrschung führen zu Veränderungen im Gehirn, die sich später ganz deutlich auch im Zeugnis niederschlagen können. Alles, was Kinder oder auch Erwachsene tun, hinterlässt Spuren in ihren Gehirnen. Besonders tief scheinen diese Spuren zu sein, wenn wir etwas lernen, das Anstrengung erfordert, wenn wir eine Aufgabe lösen, die unser Gehirn nicht im „Stand-by-Modus“ ausführen kann. Das trifft vor allem auf schwierige Koordinationsübungen zu, die verschiedene oft weit voneinander entfernte Bereiche des Gehirns beanspruchen. Das lässt zahlreiche neue Verbindungswege zwischen den Nerven sprießen und neue Nervenkreuzungen (Synapsen) entstehen. Diese Veränderungen im Gehirn lassen sich mithilfe einer Kernspinuntersuchung sichtbar machen. Regionen mit sehr vielen dieser Nervenkreuzungen erscheinen dort dunkelgrau. Und genau so einer Untersuchung unterzogen Regensburger Mediziner eine Gruppe Freiwilliger, die bisher keine Erfahrung mit dem Jonglieren hatte, vor und nach einem zwölf Wochen Training. Sie konnten nachweisen, dass Jonglieren die Nervenzellen stärkt oder – in der Fachsprache ausgedrückt – zu einer Verdichtung der grauen Substanz im Gehirn führt. Das Gleiche gilt für alle anderen Bewegungsabläufe, die wir neu erlernen. Im Prinzip lässt sich durch entsprechendes Training die Gehirnstruktur in jedem Alter günstig beeinflussen. Das Kindes- und Jugendalter ist jedoch die wichtigste Prägungsphase unseres Gehirns. Die neu angelegten Nervenkreuzungen steuern nicht nur das Werfen und Fangen der Jonglierbälle, sondern können auch beim Lernen anderer Inhalte hilfreich sein. Eine hohe Dichte an Nervenkreuzungen verbessert insgesamt die Qualität der Informationsweiterleitung im Gehirn.

Balance: gut, Rechnen: gut!

Auch eine Untersuchung der Hochschule Aalen in Zusammenarbeit mit dem hessischen Kultusministerium bestätigt, dass da etwas dran ist. Mehr als 3 000 hessische Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 10 wurden einem Gleichgewichtstest unterzogen. Sie mussten auf einem Bein stehen, rückwärts balancieren und mit geschlossen Augen auf beiden Beinen stehen. Erstaunlicherweise konnten viele Schülerinnen und Schüler diese einfachen Balanceübungen nicht ausführen. Der überwiegende Teil der Haupt- und Realschüler, aber auch 30 bis 40 Prozent der Gymnasiasten und Gesamtschüler litten zumindest unter leichten Störungen des Gleichgewichts. Je schlechter die Schüler bei den Gleichgewichtstests abschnitten, desto schlechter waren ihre durchschnittlichen Noten vor allem in Mathe und Deutsch, häufig auch im Sport. Diese Tendenz zog sich durch die gesamte Schulzeit. Kinder mit schweren Störungen des Gleichgewichts waren um 0,6 bis 0,7 Notenstufen schlechter. Notendifferenzen in dieser Größenordnung entscheiden in der vierten Klasse darüber, ob das Kind ein Empfehlung fürs Gymnasium erhält oder eher eine Real- oder Hauptschule besuchen wird und sind in manchen Fällen sogar versetzungsrelevant. Doch selbst leichte Schwierigkeiten beim Balancieren machten sich mit einer Verschlechterung um bis zu 0,3 Notenstufen bemerkbar.

Leseprobe 2

Eisenmangel macht schlechte Schüler

Eisen ist im Blut für den Transport von Sauerstoff zuständig. Fehlt dieses Spurenelement, wird weniger Sauerstoff zu den Organen transportiert. Besonders unser Gehirn, das einen hohen Sauerstoffbedarf hat, muss dann Kurzarbeit anmelden. Das äußert sich in Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und einer eingeschränkten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Jedem leuchtet ein, dass Kinder mit diesen Symptomen Probleme haben, dem Schulunterricht zu folgen. Schüler mit Eisenmangel haben deshalb häufig schlechtere Noten als Kinder und Jugendliche mit ausreichend Eisen im Blut. Die amerikanische Neurobiologin Lise Eliot ist sich sicher, dass ein chronischer Eisenmangel „zu irgendeinem Zeitpunkt während der Kindheit (…) die kognitive (geistige) Entwicklung erheblich behindern“ kann. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Eisenspiegel im Blut und den Schulleistungen wurde in einer britischen Studie an 595 Mädchen nachgewiesen. Die Teenager aus drei Londoner Schulen ließen sich zu Studienzwecken den Blut-Eisenspiegel bestimmen. Die Ergebnisse wurden in Bezug zu einem Intelligenztest und den Schulnoten gesetzt. Das verblüffende Ergebnis: Schon bei einem leichten Eisenmangel waren die Leistungen im Test sowie die Zensuren schlechter. Auch amerikanische Wissenschaftler konnten einen Zusammenhang zwischen Eisenversorgung und Schulleistung nachweisen. Von den Kindern mit Eisenmangel hatten doppelt so viele Mathematiknoten im unteren, schlechten Notenbereich im Vergleich zu den Kindern, die gut mit dem Spurenelement versorgt waren.


Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier:

Was Kinder schlau und glücklich macht


 
Copyright © 2010 bleibjung. Alle Rechte vorbehalten.
 
Banner

Suchwörter