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Plastikbestandteil führt zu Herzkrankheit Drucken E-Mail

Bisphenol-A erneut unter Beschuss - Forscher der Peninsula Medical School an der Universität von Exeter haben erneut Hinweise dafür gefunden, dass ein häufiger Bestandteil im Plastik - Bisphenol A (BPA) - zu kardiovaskulären Erkrankungen führen kann.

"Es war bekannt, dass der Nüchternzustand sehr wichtig ist", so Stoffel. Denn dabei werde in der Leber Fett verbrannt. Was bisher allerdings nicht bekannt ist, war die Schlüsselrolle des zentralen molekularen Schalthebels für den Transkriptionsfaktor Foxa2. Transkriptionsfaktoren sind Proteine, die dafür sorgen, dass andere Gene aktiviert und in Proteine übersetzt werden. Foxa2 komme nicht nur in der Leber vor, sondern steuert auch die Hirnregion Hypothalamus.

Weitere Untersuchungen dringend nötig

""Interessanterweise waren die BPA-Werte im Urin 2006 um ein Drittel niedriger als 2003/2004", erklärt Melzer. Warum das so sei, könne er nicht sagen. Denkbar wäre, dass Kunststoffhersteller bei Lebensmittelverpackungen auf die Substanz verzichtet haben oder sie durch andere ersetzt haben. "Die Untersuchung gibt jedenfalls Anlass für Besorgnis", erklärt der Mediziner.

"Weitere Studien sind natürlich erforderlich, wobei es nicht möglich ist, Experimente am Menschen durchzuführen", so Melzer. "Wir müssen genauer herausfinden, wo die Gesundheitsrisiken tatsächlich liegen", meint Studien-Co-Autorin Tamara Galloway, Professorin für Ökotoxikologie an der Universität von Exeter.  

Hormonähnliche Wirkung

Bisphenol A ist eine synthetisch hergestellte chemische Verbindung, die östrogenartige Wirkung auf Lebewesen hat. Seit Jahren steht die Substanz in Verdacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein, wie Untersuchungen des US National Toxicology Program ergeben haben. Aktuellen amerikanischen Untersuchungen zufolge könnte auch die zivilisatorische Fettleibigkeit darin eine ihrer Ursachen haben.

Von der Chemikalie, die in verschiedenen Plastikprodukten enthalten ist, werden jährlich weltweit rund drei Mio. Tonnen hergestellt. In mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung kann die Substanz im Körper nachgewiesen werden. Zuletzt gab es heftige Kontroversen über BPA in Babyschnullern und Trinkflaschen. (Ende)


Exeter (pte/14.01.2010/06:10) - Aussender: pressetext.austria, Redakteur: Wolfgang Weitlaner, email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel. +43-1-81140-307
Bildquelle: pixelio / Ruth Rudolph

 
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