Anti-Aging News
Betten machen gefährdet die Gesundheit
97% der österreichischen Frauen machen regelmäßig die Betten, stellte das Linzer Marktforschungsinstitut IMAS in einer repräsentativen Studie fest. In Deutschland dürfte die Situation ähnlich sein. Herzlichen Glückwunsch, wenn Sie zu den drei Prozent gehören, die ihre Betten tagsüber zerwühlt zurücklassen lassen und sich abends wieder auf das ungemachte Lager legen.
Eine angenehme und gesunde Ruhe ist den etwas „schlampigeren“ Zeitgenossen gewiss. Die akkurat gemachten Betten der ordentlichen Menschen hingegen sind eher unhygienisch – das haben britische Forscher kürzlich festgestellt. Der Leiter der Untersuchung, Stephen Pretlove und sein Team von der Universität Kingston in London konnten nachweisen, dass sich Hausstaubmilben unter ordentlich gefalteten Bettdecken, die möglicherweise auch noch mit einer Tagesdecke überzogen werden besonders wohl fühlen. Im feuchtwarmen Klima vermehren sich die Mikroorganismen explosionsartig. Bis zu 1,5 Millionen Spinnentiere können sich am Abend auf dem scheinbar sauberen Laken tummeln. Mit bloßem Auge sind die rund 0,3 Millimeter kleinen Mitbewohner nicht zu erkennen.
Doch sie lieben es, mit uns das Bett zu teilen, denn Hausstaubmilben ernähren sich von den Schuppen der menschlichen Haut, erklärt Dr. Pretlove. Etwa 1 Gramm Hautschuppen rieseln nachts unmerklich von unserem Körper – genug, um mehr als eine Million Spinnentiere zu ernähren. Doch nicht nur die Vorstellung, das Bett mit Milben teilen zu müssen, ist für die meisten von uns höchst unangenehm. Die Ausscheidungen dieser Spinnentiere können auch Allergien auslösen und sind häufig für Erkrankungen wie Asthma, Ekzeme oder chronischem Schnupfen verantwortlich. In der Hitliste der Allergieauslöser rangiert die Hausstaubmilbenallergie inzwischen auf Platz 2.
Sie wird nur knapp übertroffen von einer Überempfindlichkeit gegen Gräserpollen. Neben den Hautschuppen benötigen die Mikroorganismen eine hohe Luftfeuchtigkeit: „Wir wissen, dass die Milben nur überleben können, wenn sie über kleine Drüsen an der Außenseite ihres Körpers Wasser aus der Luft aufnehmen“, sagt Pretlove. Das milbenfreundlichste Klima herrscht demnach unter den ordentlichsten Bettdecken. „Etwas so einfaches, wie das Bett während des Tages ungemacht liegen zu lassen, reicht aus, um der Matratze und dem Bettzeug soviel Feuchtigkeit zu entziehen, dass die Milben austrocknen und sterben“, so der Studienleiter.Sparen Sie sich zukünftig das tägliche Betten machen. Sie leisten damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für Ihre Gesundheit. Die fünf Minuten, die Sie täglich dafür benötigen, summieren sich im Laufe des Jahres auf mehr als 30 Stunden – wir sind sicher, Sie können mit der Zeit Sinnvolleres anfangen als Milben zu züchten!
Quelle: University London: “Messy bedroom could spell end for creepy crawlies”, 17.1.2005, www.kingston.ac.uk
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