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Gesunde Ernährung kann hohen Blutdruck senken Drucken E-Mail

© S. Hofschlaeger / Pixeliofzm - Bluthochdruck lässt sich auch ohne Medikamente senken. Neben einer Gewichtsreduzierung kann vor allem eine gesunde Ernährung einen wichtigen Beitrag leisten, schreibt der Experte Professor Martin Middeke, München, anlässlich des Welthypertonietags in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart).

Der Welthypertonietag stand in diesem Jahr unter dem Motto "Gesunde Ernährung – gesunder Blutdruck" und laut Professor Middeke, der auch Chefredakteur der DMW ist, gibt es viele Möglichkeiten die Ernährung umzustellen. Die wichtigste Maßnahme sei die Einschränkung der Salzzufuhr. Davon profitieren, so Professor Middeke, nicht nur die sogenannten salzempfindlichen Hochdruckpatienten – Menschen bei denen die Salzzufuhr ein wesentlicher Grund für den Hochdruck ist. Der Experte rät allen Hochdruckpatienten, die Antihypertensiva (Blutdruck senkende Medikamente) einnehmen müssen, zu einer salzarmen Ernährung. Wobei er darauf hinweist, dass wir 80 Prozent des Kochsalzes über vorgefertigte Nahrungsmittel zu uns nehmen. Salz ist vor allem in Brot, Wurst, Käse und in Konservenkost enthalten.

Bananen gegen Bluthochdruck

Die Blutdruck senkende Wirkung könne durch eine kaliumreiche Ernährung noch gesteigert werden, berichtet Professor Middeke. Kalium ist vor allem in Hülsenfrüchten, Bananen und Kartoffeln enthalten. Nur Menschen mit Nierenschwäche müssten hier vorsichtig sein.
Einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben nach Professor Middeke auch Kost mit viel Obst und Gemüse, weniger Fleisch und tierischen Fetten, dafür mehr Fisch und Pflanzenfetten. Die Einnahme von Fischölkapseln empfiehlt Middeke jedoch nicht, da es noch keine Langzeiterfahrungen gebe. Wie bei den Hochdruckmedikamenten müsse zunächst nachgewiesen werden, dass die Blutdrucksenkung auch zu weniger Herzinfarkten und Schlaganfällen führt. Diese Kost entspricht der bei uns bekannten Mittelmeerkost (mediterrane Diät); sie wird von Wissenschaftlern auch als DASH*-Diät (DASH = Dietary Approaches to Stop Hypertension) bezeichnet. Professor Middeke: Studien haben gezeigt, dass der obere Blutdruckwert (systolisch) um elf Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) und der untere (diastolisch) um sechs mmHg gesenkt werden kann. Eine noch bessere Wirkung werde durch die Gewichtsnormalisierung erzielt. Jedes Kilogramm weniger auf der Waage senke den systolischen Druck um zwei bis drei mmHg und den diastolischen Druck um ein bis zwei mmHg, verspricht Professor Middeke. Beim Alkohol rät der Experte zur Mäßigung. Mehr als zwei bis drei Drinks pro Tag oder 210 Gramm Alkohol pro Woche sollten es nicht sein. Bei einigen Hochdruckpatienten mit chronischem Alkoholabusus könne der völlige Verzicht auf Alkohol sogar den Blutdruck normalisieren.

M. Middeke: Ernährung und Bluthochdruck. DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132 (20): S. 1089-1090

 
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