Ernährung
Phytoöstrogene
Sie ähneln von der Struktur dem weiblichen Hormon Östrogen, ihre Wirkung ist jedoch wesentlich schwächer.
Phytosterine
Phytosterine ähneln in ihrer Struktur dem Cholesterin und kommen hauptsächlich in fetthaltigen Lebensmitteln wie Öle, Nüsse und Pflanzensamen vor. Über 40 verschiedene Phytosterine sind bisher bekannt; der wichtigste Vertreter ist ß-Sitosterin.
Polyphenole und Flavonoide
Wegen ihren vielfältigen Wirkungen stellen sie einen der wichtigsten sekundären Pflanzenstoffe dar. Sie kommen in fast allen Pflanzen vor, und zwar vor allem in den Randschichten von Obst, Gemüse und Getreide. Dabei weisen Freilandpflanzen durchschnittlich einen höheren Gehalt auf als Pflanzen aus dem Gewächshaus.
Protease-Inhibitoren
Diese Stoffe hemmen den Abbau von Enzymen, die an der Verdauung beteiligt sind. Ihre positive Wirkung auf den menschlichen Körper ist noch nicht lange bekannt.Saponine
Saponine sind bitter schmeckende Substanzen, die besonders häufig in Hülsenfrüchten zu finden sind. Da es oberflächenaktive Verbindungen sind, wurden sie früher zur Seifenherstellung verwendet (lat.: sapo= Seife).
Sulfide
Sulfide sind schwefelhaltige Verbindungen, die vor allem in Zwiebelgewächsen vorkommen. Sie bedingen auch den scharfen Geruch und Geschmack von Zwiebeln und Knoblauch. Ein wichtiger Vertreter dieser Stoffgruppe ist das Alliin in Knoblauch.Terpene
Terpene sind Aromastoffe wie Menthol in Pfefferminz oder Carvon in Kümmel. Sie verfliegen schnell beim Erhitzen.
Ernährungsempfehlungen für sekundäre Pflanzenstoffe
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von mindestens 400 g rohem oder gegartem Gemüse und 250 g Obst. Wahlweise kann eine Portion auch durch ein Glas Saft ersetzt werden.
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Kräuter und Gewürze als Medizin
Rosmarin und Knoblauch können einer französischen Studie zufolge möglicherweise Krebs verhindern. Wissenschaftler des Institut national de la recherche agronomique (INRA) führten Untersuchungen an Ratten durch, die an einem Frühstadium von Leberkrebs erkrankt waren. Die Ratten erhielten einen Rosmarin-Extrakt, der die Ausbildung der bösartigen Erkrankung behinderte.
Indische Pflanze reduziert Cholesterin
London/Houston, der Extrakt eines kleinen indischen Baumes, der von Arabien bis nach Indien wächst, kann nach Meinung von Forschern des UT Southwestern Medical Center in Dallas den Cholesterinspiegel senken, berichtet BBC-online. Der Extrakt mit dem Namen ist in der ayurvedischen Medizin allerdings schon seit fast 3.000 Jahren bekannt und wird dort auch verwendet.
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